|
Der Kahnbeinbruch-Tag
Ein schöner Tag in Brooklyn, New York City. Agnes und ich haben beschlossen nach Manhattan zu den Brooklyn Banks zu fahren, um ggf. ein bisschen zu filmen. Um den Tag noch interessanter zu gestalten, haben wir ein Fläschchen Wodka im liquor store geholt. Gemischt mit Gingerale in 0,5er PET Flaschen waren wir dann „undercover“ unterwegs. In den Staaten darf man ja nicht öffentlich Alkohol trinken………….
Zu Fuß über die Brooklyn Bridge und ab zum Spot. Alles war gechillt, wir waren etwas angetrunken und wir waren schließlich in NYC. Ist korrekt, es geht ab, ist einfach tierisch geil!!!!
Der Boden an den Brooklyn Banks ist schon ziemlich rugged and rough. D.h. fett pushen, wenn man die steilen Banks fahren will. Steve Rodriguez, der Gründer von 5BORO Skateboards, war auch am Spot. Er war dabei ein Interview zu geben und war mit einem Fotografen unterwegs. Währenddessen bin ich die Bank gefahren und A. hat gefilmt. Steve kam irgendwann zu mir und wir haben etwas gelabert. Super cooler Typ: Hat mich direkt gepusht, als ich den Nollie Varialflip die ganze Zeit versucht habe. Hätte den fast gelandet, bin aber in der Rückwärtsbewegung ins Flat gefallen und habe den Sick-Knochen gebrochen. Der nächste hat aber direkt gesessen. Zu dem Zeitpunkt habe ich gar nicht wirklich gecheckt, dass ich mein Handgelenkt gefickt habe. Naja………
Danach auf eine Bank gechillt, etwas getrunken und mich mit Steve und dem Fotografen unterhalten. Der Fotograf war etwas angepisst, weil mir sein Name nicht von Skatezeitschriften und so her bekannt war………haha……
Manche Menschen brauchen halt diese „Fame-Aufmerksamkeit“. Steve habe ich auch nicht erkannt, aber er hat sich vernünftig vorgestellt und nicht son Film gefahren. Habe dem Props gegeben und dann sind A. und ich Richtung Battery Park gegangen.
Mein Handgelenk hat sich in der Zeit gemeldet und wir haben einen Verband gekauft, um die Hand zu festigen. Den ganzen Tag durch Manhattan gezoomt und dann abends mit dem R-Zug nach BK.
Die Nacht war die Hölle…richtig abgefuckte Schmerzen, die nicht mit meinem Kahnbeinbruch 2005 an der anderen Hand vergleichbar waren. Keine Ahnung warum. Es war äußerst unangenehm und ich bin fast durchgedreht vor Schmerz. Runter in die Küche und erstmal ein Weinchen gekickt um 4 Uhr morgens. Ohne Erfolg, der Alk konnte gar nicht gegen die Schmerzen antreten. Eine Stunde später habe ich beschlossen, meine liebe Tante aufzuwecken, um Ihr von den starken Schmerzen zu berichten. Es blieb natürlich nichts anderes übrig, als ins Krankenhaus zu fahren um 5 Uhr morgens. Obwohl die Schmerzen stark waren, war die Fahrt nach Manhattan sehr gechillt mit den Lichtern und so. Meine Tante hat auch immer interessante Geschichten zu irgendwelchen Gebäuden zu erzählen. Sie wohnt schon über 35 Jahre in NYC. Sehr gute Ablenkung auf jeden Fall!
Angekommen im Manhattan Presbyterian Hospital galt es erstmal den Papierkram zu erledigen. Nach ner Stunde kamen meine Tante, A. und ich vom Wartezimmer auf eine abgefuckte Station, wo die Betten einfach durch Vorhänge getrennt waren. Leidende Menschen lagen da herum, die schon teilweise über einen Tag auf Behandlung warteten. Ein Arzt jagte den nächsten auf dieser Station. Jede halbe Stunde etwa kam ein anderer Arzt vorbei und alle stellten mir immer wieder die gleichen Fragen. Das zur Organisation des Personals! Das gute jedoch war, dass ich ne Morphinspritze bekommen habe und die Schmerzen in den Hintergrund traten. Meine Tante ist schon abgehauen, da sie ja arbeiten musste. Auf jeden Fall cool, dass sie uns begleitet hat.
Sieben Stunden später, seit Ankunft im Krankenhaus, waren wir endlich aus dem „Motherfucker“ raus. Geröntgt, Gips um Arm und ein paar effektive amerikanische Schmerzpillchen in der Tasche. Mir ging´s wieder gut! Wir haben wieder Sonnenlicht gesehen und es war ein schöner Tag. Wir waren wieder glücklich! Einfach nur krass, dass alles so lange gedauert hatte. Aber es geht noch schlimmer; das darf man nicht vergessen. Wir mussten uns beeilen, da wir einen Bus nach Upstate NY zu erwischen hatten. Unser Shit in Brooklyn war noch nicht zusammengepackt…also Brooklyn und dann wieder nach Manhattan zur Pennstation. Es war Glück, dass wir einen coolen Taxifahrer erwischt haben. Er hat Gas gegeben und ist etwas crazy gefahren. Wir haben den Bus gerade noch bekommen. Was für ein Tag… by max b. |